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REYCHSCHRONIK

1 Praga 10.10.1559
2 Berolina a.U.6
3 Lipsia a.U.13
5 Wratislawia a.U.17
8 Calonia Agrippina a.U.19
11 Stutgardia a.U.20
15 Monachia a.U.21
122 Juvaviae  a.U.35
275 Paulista a.U.69
331 Rio Carioca a.U.97
352 Don Quijote a.U.103
366 Barcinonensia a.U.109

Es ist bemerkenswert, daß der Anstoß zur Gründung der iberischen Reyche aus lateinamerikanischen Gauen kam. Dank der Initiative des Rt Kugelblitz, ehemals Sasse der Rio Carioca und Gründungsritter unserer Mutter Don Quijote, wurde am 10. 3. a. U. 107 im uhufinsteren Barcelona ein Uhu-Stammtisch gegründet mit den erst seit kurzer Zeit hier profan tätigen Rl Slip (261) und Merkules (Ez 358). Als die Rt Scandicus (352), Drucksie (177) und Feyre-Fizz (261) hinzukamen, konnte mit Hilfe von Rt Norm (352) am 10. 1. a. U. 109 das Feldlager gegründet werden.

Unsere nachmaligen Erzschlaraffen Coronello und Tranquilino vermittelten uns den geschlossenen Beitritt zur spanisch-deutschen Vereinigung „Altamira", wodurch wir in der Lage waren, in den sehr günstig gelegenen Klubräumen ab 7. 2. a. U. 109 zu sippen. Allerdings mußten wir vor jeder Sippung unsere Burg aufbauen. Wir gewannen neue Freunde, unter anderen mehrere Vorstandsmitglieder der „Altamira", so daß uns auf Antrag unserer Mutter Don Quijote schon am 30. 11. a. U. 109 die Bewilligung zur Gründung der Colonie Barcinonensia erteilt wurde.

Die Gründungsritter waren Scandicus (352), Druck-sie (177), Feyre-Fizz (261) und Merkules (Ez 358). Das schlaraffische Leben begann sich unter vielen Mühen, aber bestem Willen und noch mehr Idealismus zu entwickeln. Das Mutterreych und besonders Rt Norm waren rührend um die Tochter bemüht. Wir kamen gut voran. Dies wurde uns von den vielen Freunden bestätigt, die nicht nur zu unseren Sippungen, seit 1. 10. a. U. 114 in eigener Burg, sondern auch zu unseren großen Festen bei uns einritten.

Wer erinnert sich nicht gerne an das stimmungsvolle Sommernachtsfest auf der Burgruine Castelldefels, an unser lOjähriges Stiftungsfest im Hotel Princesa Sofia oder an das jährlich stattfindende katalanische Frühjahrs-Zwiebelessen, die Calcotada!

 Obwohl unserem Reych kunstausübende Sassen fehlen, ausgenommen unser fahrender Rt Don Ertön, den die Siegerkette des Florestanturney a. U. 123 schmückt, wird eifrig um die Kunstkette gefechst. Schlaraffische Traditionspflege findet ihren Niederschlag im Turney um die Don-Magistro-Kelle und die Devastkette und unsere Verbundenheit mit Lateinamerika durch unsere „Kolumbus-Forschung". Viel Spaß und Anregung bringen die Kämpfe um die Limerickkette. Das leibliche Wohl kommt auch nicht zu kurz: Thronspeisung, Käsefondue, Eisbeine und Feuerzangenbowle sind zu festen Einrichtungen geworden.

Auch Bedauerliches muß festgehalten werden. Einmal sind es die Schwierigkeiten, denen Großstadtreyche in europäischen Randgebieten, aber auch in Übersee, ausgesetzt sind wegen ihrer geographischen Lage und des klimatisch bedingten Lebensrhythmus. Zum ändern ist es die starke Fluktuation im Sassenstand. Diese hat aber auch ihre positiven Seiten: Das Durchschnittsalter der Sassen unseres Reyches ist verhältnismäßig niedrig, und das Hinzukommen neuer Sassen aus aller Herren Lander verhindert ein Erstarren in Formen und bringt uns laufend neue Impulse.

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